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Ausstellungsarchiv

Übersicht über die letzten Sonderausstellungen auf der Zeche Hannover

Boten, Helfer und Gefährten

Beziehungen von Mensch und Tier im Wandel

28.6. – 25.10.2020

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Zwei Jungen sitzen auf einem Pferd. Schwarz-Weiß-Bild von Helmut Orwat. Foto: LWL-Medienzentrum für Westfalen

Trinkhallen - Treffpunkte im Revier und immaterielles Kulturerbe

Fotografien von Reinaldo Coddou H. und Brigitte Kraemer begleitet von einer Präsentation der Aachener Architektin Marie Enders zur Trinkhallenkultur als immaterielles Kulturerbe

6.5. - 16.08.2020

Trinkhalle, Bude, Büdchen, Kiosk – so vielfältig wie die Bezeichnungen sind auch die Formen der Trinkhallen im Revier. Im Ruhrgebiet haben diese kleinen Läden in ihrer einhundertjährigen Geschichte eine besondere Ausprägung und Bedeutung erlangt. Sie sind oft nicht nur pittoreske Verkaufsstellen, sondern vor allem auch Treffpunkte und Kommunikationsorte.

Die Ausstellung im Malakowturm der Zeche Hannover zeigte eine Auswahl von insgesamt 50 Fotografien aus Serien von Reinaldo Coddou H. und Brigitte Kraemer. Ergänzt wurden diese von der Präsentation „Treffpunkt Trinkhalle“ der Aachener Architektin Marie Enders. Als Antragstellerin für die Anerkennung der Trinkhallenkultur als immaterielles Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen hat sie in ihrer Abschlussarbeit die Trinkhallenkultur eingehend untersucht. Die Präsentation ihrer Ergebnisse waren in der Ausstellung des LWL-Industriemuseums zu sehen.

Im Frühjahr 2020 wurden die Trinkhallenkultur und das Steigerlied in das Landesinventar des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Beide stünden für Solidarität und sozialen Zusammenhalt und damit für eine ganz besondere Facette der kulturellen Ausdrucksformen in Nordrhein-Westfalen, begründete NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen die Wahl.

Hidden Costs. Ewigkeitslasten

Fotografien von J Henry Fair

13.07. 27.10.2019

„Hidden Costs“ zeigte Luftaufnahmen aus aller Welt mit Schwerpunkten in den USA und Deutschland. J Henry Fair fotografiert weltweit jene Wunden, die das Industriezeitalter dem blauen Planeten geschlagen hat. Fairs ästhetische Fotografien ziehen auf den ersten Blick das Auge an. Beim zweiten Blick folgt der Verstand: Wollen wir so leben?

Verseuchte Gewässer, überformte Reviere, geplünderte Landschaften teils gigantischen Ausmaßes – aus 300 Metern Höhe aufgenommen sind die „versteckten Kosten“, die die Industrialisierung Welt, Mensch und Natur hinterlässt, offensichtlich. Henry Fair zeigt diese „Ewigkeitslasten“, an denen der Blaue Planet bereits heute schwer trägt, auf großformatigen Fotografien. Eine Auswahl von 45 Arbeiten war in der Maschinenhalle und auf dem Außengelände der Zeche Hannover zu sehen.

Katalog

Hidden Costs. Ewigkeitslasten

Fotografien von J Henry Fair. Hg. LWL-Industriemuseum, Robert Laube. 120 reich bebilderte Seiten. Klartext Verlag, Essen 2018, ISBN 978-3-8375-2052-1. Preis: 19,95 Euro.

Katalog-Cover

Fabrik. Denkmal. Forum

40 Jahre LWL-Industriemuseum fotografiert von Berthold Socha

12.4. 7.7.2019

Vor 50 Jahren wurde als erstes Industriegebäude des Ruhrgebiets die Maschinenhalle der Zeche Zollern II/IV in Dortmund unter Schutz gestellt. Das war die Geburtsstunde der Industriedenkmalpflege. Zehn Jahre später folgte dort die Gründung des Westfälischen Industriemuseums, heute LWL-Industriemuseum, Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur. Das war der Beginn der Industriekultur. 40 Jahre, in denen sich an acht Orten Fabriken in Denkmäler, Denkmäler in Museen und nunmehr Museen in Foren für die Menschen in Westfalen und Lippe wandelten.

Berthold Socha hat diesen Wandel über Jahrzehnte begleitet, als Mitarbeiter der LWL-Kultur, aber auch als passionierter Fotograf. Seine Arbeiten ergründen die skulpturalen Qualitäten der acht Denkmäler, folgen künstlerischen Ansprüchen. In der Gesamtschau liefern Sochas Fotografien heute eine sehr persönliche Sicht auf den langen Weg von der Fabrik zum Denkmal und weiter zum Forum, das wir heute als das LWL-Industriemuseum kennen.

Katalog

Fabrik. Denkmal. Forum

40 Jahre LWL-Industriemuseum fotografiert von Berthold Socha. Hg. LWL-Industriemuseum, Dirk Zache. Dt./Engl. 116 Seiten, Klartext Verlag, Essen 2019, ISBN 978-3-8375-2116-0, Preis: 14,95 Euro

Katalog-Cover

Was von der Zeche bleibt. Bilder nach der Kohle

Fotografien von Bernd Langmack

30.3. 30.6.2019

Mit der Schließung der Zeche Prosper-Haniel hat Ende vergangenen Jahres die Ära der Steinkohlenförderung im Ruhrgebiet und ganz Deutschland ihr Ende gefunden. Über 200 Jahre lang hat der Bergbau die Menschen und die Landschaft des Ruhrgebiets geprägt. Doch was bleibt, wenn der Bergbau geht? Der Arzt und Fotograf Bernd Langmack hat den langsamen Rückzug des Bergbaus aus dem Ruhrrevier seit den 1980er-Jahren fotografisch begleitet und dabei die Überreste der Anlagen und die Gestaltung der Umgebung in den Fokus gerückt.

Die 60 präsentierten Fotografien zeigten aus brachliegendem Gelände herausragende Fördergerüste, fragmentarisch erhaltene Bergwerke, aber auch Fördertürme oder Zechenanlagen, die als Denkmäler sorgsam bewahrt werden oder als Museen eine neue Nutzung erhalten haben.

Revierfolklore

Zwischen Heimatstolz und Kommerz

24.3. 28.10.2018

Förderwagen im Vorgarten, Schlägel und Eisen als Schlüsselanhänger und Ruhrpott-Schriftzüge auf T-Shirts – im Alltag finden sich viele Andenken an den Bergbau im Ruhrgebiet. Einige stehen nicht mehr für die Arbeit auf der Zeche, sondern markieren ein besonderes Lebensgefühl und die Verbundenheit mit der Region. Doch was steht hinter dieser Revierfolklore? Ist sie ein Ausdruck von Heimatstolz oder Folge einer Vermarktung der Erinnerung und Kommerzialisierung der Region? Das fragte die Ausstellung im LWL-Industriemuseum Zeche Hannover.

Gezeigt wurden mehr als 200 Exponate: alte und neue Stücke aus Kohle und Kunststoff, Metall und Vinyl, Andenken und Objekte aus der Imagewerbung, dem Fußball, der Musik sowie der Ess- und Trinkkultur des Reviers. Das Spektrum reichte vom Wandteppich über Skulpturen bis zu „Bergmännischen Geduldsflaschen“ und kuriosen Objekten wie Plüschpantoffeln mit Förderturm, Bade-Enten in Kumpel-Kluft und einer Eieruhr mit Schlägel und Eisen, die das Steigerlied spielt. Ergänzt wurde die Schau durch Fotografien von Förderwagen, die Museumsfotograf Martin Holtappels dokumentiert und auf einer interaktiven Karte veröffentlicht hat.

Die Schau ist als Wanderausstellung konzipiert. Weitere Stationen: Zeche Zollern, Dortmund (28.2. – 25.10.2020), Schiffshebewerk Henrichenburg, Waltrop (29.11.2020 – 8.8.2021).

Katalog

Revierfolklore

Zwischen Heimatstolz und Kommerz. Das Ruhrgebiet am Ende des Bergbaus in der Populärkultur. Hg. LWL-Industriemuseum, Dietmar Osses und Lisa Weißmann. 272 Seiten, Essen 2018, ISBN 978-3-8375-1957-0. 19,95 Euro

Katalog-Cover

Treffpunkt Trinkhalle

Fotografien von Reinaldo Coddou H.

1.8. 9.9.2018

Trinkhalle, Seltersbude, Büdchen, Kiosk oder einfach Bude– so vielfältig wie die Bezeichnungen sind auch die Erscheinungen der Trinkhallen im Ruhrgebiet. Die Ausstellung präsentierte eine aktuelle Serie von 70 Fotografien.

Der in Ostwestfalen aufgewachsene und heute in Berlin lebende Fotograf Reinaldo Coddou H. hat zum ersten Tag der Trinkhallen im Ruhrgebiet 2016 die Büdchen im Revier in den Blick genommen und seitdem mehrere hundert Trinkhallen fotografiert. Nach seinem erfolgreichen Projekt „Fußballtempel“, das Fußballstadien in aller Welt  porträtiert, hat sich der Fotograf in den letzten Jahren mit den Trinkhallen den kleinen Orten gewidmet, die für viele Menschen Treffpunkte und Heimat sind.

Vom Streben nach Glück

200 Jahre Auswanderung aus Westfalen nach Amerika

31.3. 29.10.2017

Wohlstand, Freiheit, Abenteuer – das waren die Hoffnungen, die über 300.000 Menschen im 19. und 20. Jahrhundert Westfalen dazu bewegten, in den USA ein neues Leben zu beginnen.

Die Wanderausstellung „Vom Streben nach Glück“ veranschaulichte die Geschichte dieser Auswanderungsbewegung, beleuchtete ihre Ursachen, zeichnete Reisewege nach und schilderte Biografien westfälischer Emigranten. Das Spektrum der über 100 Exponate reichte von Fotografien und Postkarten über das Modell eines Auswandererschiffes und Werbeplakate der Reedereien bis hin zu persönlichen Gegenstände von Auswanderern aus Westfalen.

 

Katalog

Vom Streben nach Glück

200 Jahre Auswanderung aus Westfalen nach Amerika. (Hg.) LWL-Industriemuseum, Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur, Willi Kulke. 164 Seiten, Essen 2016, ISBN 978-3-8375-1616-6, 14,95 Euro

Katalog-Cover

Heimat Bochum

Laborausstellung von Studierenden der Sozialwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum

2. - 23.4.2017

Die Studierenden haben sich mit der Frage nach Heimat über zwei Semester wissenschaftlich unter der Leitung von Dozent Dr. David Berchem auseinandergesetzt und sich in der Stadt Bochum auf Spurensuche begeben. Die Ergebnisse stellen sie nun in der Ausstellung "Heimat Bochum" auf der Zeche Hannover vor. Ob Heimatverein oder Jugendzentrum, Kleingartenanlage oder Seniorentreff: Viele Menschen, alt oder jung, fühlen sich der Stadt Bochum verbunden.

Heimat bedeutet für die meisten ein Gefühl von Verlässlichkeit und Sicherheit. Sie ist oft an Erlebnisse, Erfahrungen und Begegnungen geknüpft. So können auch das Fiege-Pils oder die Dönnighaus-Wurst ein Stück Heimat bedeuten. Aber auch die Heimatbegriffe von Obdachlosen oder Rückkehrern von Auslandsaufenthalten in Bochum werden in der Ausstellung präsentiert und veranschaulicht.

Revierkultur

Trinkhallen im Ruhrgebiet

14.08.-30.10.2016

Die als Open-Air-Ausstellung konzipierte Schau gab mit eindrucksvollen Großfotos einen Überblick über die Geschichte der Trinkhallen im Ruhrgebiet von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart. Sie vereinte historische Motive mit Fotografien von Brigitte Kraemer, Dieter Rensing und Helmut Orwat.

Entstanden sind die Trinkhallen Mitte des 19. Jahrhunderts als Ausschank für wohltuendes Mineralwasser aus der Eifel – daher stammt auch die Bezeichnung, die es so  nur im Ruhrgebiet gibt. Im Lauf der Jahre haben die kleinen Läden dann ihr Sortiment erweitert. Mit der Einführung des Flaschenbiers wurden die Trinkhallen zur Jahrhundertwende eine echte Konkurrenz zu den zahlreichen Eckkneipen und Schankwirtschaften. Schließlich wurde den Buden der Verkauf von Bier und Schnaps gestattet. Heute sind die Trinkhallen "Kult" im Revier.

Zwischen Ungewissheit und Zuversicht

Polnische Displaced Persons in Deutschland 1945-1955

17.6. - 30.10.2016

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs konnten viele Polen aus politischen Gründen nicht in ihr Heimatland zurückkehren. Knapp eine Million ehemalige polnische Zwangsarbeiter, Häftlinge und Kriegsgefangene lebten fortan als sogenannte „Displaced Persons“ (DPs) in Sammelunterkünften in den westlichen Besatzungszonen. Die Geschichte der DPs ist ein bisher wenig beachtetes Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte. Die Ausstellung gab daher erstmals einen umfassenden Einblick in den Alltag, die Kunst und die Kultur dieser ‚heimatlosen Ausländer‘, wie sie später genannt wurden. Sie haben trotz der herrschenden Knappheit und Ungewissheit über ihr weiteres Schicksal ein bemerkenswertes und vielfältiges Kulturleben in den Camps und Lagern entwickelt.

Mit Dokumenten, Fotos und Videointerviews warf die Ausstellung ein Licht auf dieses kaum bekannte Stück deutsch-polnischer Geschichte. Sie richtete einen Blick auf die Energie, Effizienz und Kreativität, mit der die in den Camps und Lagern festsitzenden Menschen ihren Alltag organisierten, Komitees, Organisationen und Netzwerke ins Leben riefen und ihr Leben mit allen Mitteln der Kunst gestalteten. So fanden bereits 1945 erste Kunstausstellungen statt, die von der Landschaftsmalerei bis zur Verarbeitung des Schreckens der Konzentrationslager eine beachtliche Bandbreite zeigten.

Katalog

Zwischen Ungewissheit und Zuversicht

Polnische Displaced Persons in Deutschland 1945-1955. Hg. LWL-Industriemuseum, Dietmar Osses, 222 Seiten, Klartext-Verlag Essen 2016, 19,95 Euro.

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Menschen der Metropole Ruhr

Porträts von Johann Hinger

24.4.-22.5.2016

Das Ruhrgebiet gehört zu den am dichtesten besiedelten und vielfältigsten Regionen in Europa. Mehr als 150 Jahre Industriegeschichte und Zuwanderung haben das Revier und seine Menschen geprägt. Die Ausstellung gibt einen Einblick in die Vielfalt der Menschen im Revier.

Die Qualität und Bandbreite seiner Werke haben Johann Hinger zu einem der bemerkenswertesten Künstler des Ruhrgebiets gemacht. In den Jahren 1980 bis 2000 reichte sein Schaffen von abstrakten Landschaften über realistische Zeichnungen bis hin zu fotorealistischen Arbeiten zum Ruhrgebiet. Darüber hinaus entstanden Entwürfe für Skulpturen im öffentlichen Raum. Seine acht Meter hohe, abstrakte Pferdeskulptur gilt heute als ein wichtiges Wahrzeichen seiner Heimatstadt Bottrop.

Auf der Suche nach neuen künstlerischen Herausforderungen hat sich Hinger seit 2008 ausschließlich dem Porträt gewidmet und mehr als 150 Personen aus allen Bereichen der Gesellschaft der Metropole Ruhr porträtiert. Die Ausstellung präsentiert rund 70 davon. Die Ölgemälde und Zeichnungen geben einen aufschlussreichen Einblick in das Lebensgefühl von Menschen, die sich mit der Region verbunden fühlen.

Um sich mit der Physiognomie des Porträtierten intensiv vertraut zu machen, fertigt Hinger im künstlerischen Schaffensprozess neben den Ölgemälden stets Skizzen und Zeichnungen an. Sie ermöglichen es dem Künstler, das Gesehene unmittelbarer und authentischer wiederzugeben als in jedem anderen Medium.

Sämtliche Bildnisse sind auf eigene Initiative des Künstlers entstanden. So musste sich Hinger nicht den Anforderungen eines Auftraggebers beugen. Im Gegenteil: Wer sich von Hinger porträtieren lässt, liefert sich einem Maler mit schonungslosem, kritisch distanziertem Blick aus. Das Ergebnis sind Porträts mit beeindruckender künstlerischer Sicherheit und hoher Intensität.

Katalog

Hinger. Menschen der Metropole Ruhr. Essen, Klartext Verlag 2016, 270 S., ISBN 978-3-8375-1619-7

Von Kuzorra bis Özil

Die Geschichte von Fußball und Migration im Ruhrgebiet

21.08.2015 - 01.11.2015

Das Ruhrgebiet steht für Migration - und Fußball. Vor allem polnische und türkische Zuwanderer und ihre Nachkommen haben den Ballsport im Revier geprägt. Idealtypisch dafür stehen Ernst Kuzorra und Mesut Özil, der eine Sohn masurischer, der andere türkischer Einwanderer. Beide sind in Gelsenkirchen geboren, standen bei Schalke 04 auf dem Platz und wurden zu Schlüsselspielern der deutschen Nationalmannschaft.

Jetzt sind die bekannten „Knappen“ Namensgeber einer Ausstellung auf der Zeche Hannover in Bochum präsentiert. „Von Kuzorra bis Özil. Die Geschichte von Fußball und Migration im Ruhrgebiet“ richtet am Beispiel von Kickern aus Amateur- und Profiligen einen erfrischenden Blick auf den Alltag und die Geschichte von Integration und Identität im Ruhrgebiet.

Katalog

Von Kuzorra bis Özil

Die Geschichte von Fußball und Migration im Ruhrgebiet. Hg. LWL-Industriemuseum,  Dietmar Osses. 220 Seiten; reich bebildert. Klartext Verlag Essen, 2015. ISBN 9783837514841, 14,95 Euro

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